Heiter

Diese Seite ist aufgrund des Buches “Allgäu - heiter betrachtet” von Stefan Markus und Jost Schulze entstanden. Das Buch ist lieder nur noch im gebrauchten Zustand zu bekommen.
Zwischenzeitlich habe ich mit dem Autor telefoniert. Er hat mir gesagt, dass das Buch wahrscheinlich neu überarbeitet wird und als Neuauflage erscheinen soll.

Schauen Sie gelegentlich vorbei. Es lohnt sich! Ich werde Sie informieren.

Allgäu - heiter betrachtet

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Allgäu - heiter betrachtet

Alpe

Früher eine hochgelegene Viehweide, auf die nur im Sommer Jungvieh getrieben werden konnte. Auf der Alpe stand eine einfache Hütte. Darin konnte der Senn übernachten. Tagsüber verkaufte er Milchprodukte und Brotzeiten. Heute versteht man unter einer Alpe einen Berggasthof der gehobenen Klasse, auf denen kein Senn mehr, dafür aber viele Gäste übernachten. Aus der Brotzeit wurden Menüs, aus den Milchprodukten geistige Getränke. Das Jungvieh bleibt im Stall, und der Senn wurde Gastronom.

B 19

Die Bundesstraße 19 hat für den Allgäuer immense Bedeutung. Sie ist für Handwerk, Handel und Gewerbe der Frachtweg Nummer eins und für die Gastronomie die zentrale Gäste-Anroll-Straße. Für die Einheimischen wird sie zum täglichen Glücksspiel (komme ich durch, oder bleibe ich im Stau stecken?).

Bergwacht

Die Allgäuer “Anti-Turnschuh-Truppe” ist viel gewöhnt. Manchen Touristen, der in Bergnot geriet - meist wegen mangelhafter Ausrüstung - brachte sie wieder sicher ins Tal. Aber an schönen Wochenenden, vor allem im Winter, staunen die Männer immer wieder, wie tollkühn die Skifahrer über die Pisten jagen. Die Ärzte haben einen immensen Verbrauch an Gips, und die Krankenkassen große Löcher in den Geldschränken.

Breitachklamm

Ein bekanntes und vielbesuchtes Naturwunder. Die Breitach schuf sich einen Durchbruch durch den blanken Fels. Innerhalb von Jahrtausenden entstand eine manchmal kaum mannsbreite Schlucht. Viele Einheimische sehen die Entstehung der Klamm als naturgegebene Notwendigkeit: “Irgendwo müssen die Kleinwalsertaler ihr Abwasser ja rauslassen!”

Dr Doktr

Ärzte sind im allgemeinen nicht unbedingt als mittellos einzustufen. Nicht so im Allgäu. Dort verdient “dr Doktr” erst richtig Geld, seit dem die Kurgäscht kommen. Die Ureinwohner lebten immer nach dem Motto “...mir brauchet koin Doktr, mir send a g’sunde Rass’!”

Fernsehen

So manchem Naturschützer wäre es lieber, Rundfunk und Fernsehen hätten sich nicht ausgerechnet den zentralsten Punkt des Oberallgäus für ihren Umsetzer gesucht. Auf dem Grüntensattel, von allen Seiten des Berges gut zu sehen, steht der große Sendeturm. Und die Leute, die dort oben arbeiten, mögen’s besonders vornehm: Sie lassen sich mit der rundfunkeigenen Privat-Seilbahn zur Arbeit bringen. Dem Bergsteiger bleibt da der Zutritt verwehrt. Von wegen öffentlich rechtlich...

Gemse

Eine Tierart, die in den Allgäuer Hochalpen wirklich heimisch ist. Aber nicht wenige Allgäu-Urlauber bezweifeln diese Tatsache, weil sie schon zum x-ten Mal kamen, viele Bergtouren unternahmen, doch nie eine Gemse entdeckten. Böse Zungen behaupten, daß die Allgäuer ihre Gemsen ganz bewußt verstecken, damit die Leute wieder kommen und suchen.

Gerstruben

Südlich von Oberstdorf in 1154 Meter Höhe findet man einen kleinen, malerisch gelegenen Weiler, der Gerstruben heißt. Der Ort gilt als eines der klassischen deutschen Kalenderblatt-Fotomotive.

Gletscher

In den Allgäuer Alpen gibt es Steingiganten und Grasberge, Blumenberge und Felsbröcke mit vielen Gipfeln. Der Allgäuer ist stolz darauf, seine Berge als kleines Abbild des gesamten Alpenpanoramas bezeichnen zu können. “Nur eine Kleinigkeit hat der Herrgott nicht beachtet, als er sie schuf - die Gletscher hat er vergessen!” sagt einer von ihnen etwas enttäuscht.

Grünten

Der Grünten, ein allein stehender Berg (1738 Meter), wird “Wächter des Allgäus” genannt. Er gilt als lokaler Wetterprophet. Die bekanntesten Regeln:
- hat der Grünten einen Hut, wird das Wetter gut,
- hat der Grünten einen Degen, gibt es wieder Regen
- hat der Grünten einen Kragen, kann man gar nix sagen!

Hohes Licht

Im Allgäu hat das Hohe Licht eine ganz besondere Funktion. Es leuchtet niemand nach durchzechter Nacht heim. Es verschafft aber doch eine große Übersicht. Gemeint ist der Berg “Hohes Licht” (2252 Meter), der zweithöchste Gipfel der Allgäuer Alpen, von dem aus man an schönen Tagen an die 400 andere Gipfel sehen kann.

Jochstraße

Das kurvenreichste Stück der Deutschen Alpenstraße ist die Jochstraße zwischen Oberjoch und Hindelang. Auf fünf Kilometern erwarten den Autofahrer genau 105 Kurven. Rund 300 Höhenmeter werden überwunden. Besonders Busfahrer “schätzen” dieses Teilstück der Alpenstraße. Wer dort täglich den Linienbus steuert, spart viel Geld fürs Fitnesscenter.

Kuhschelle

Der Allgäuer mag Leute nicht, die pausenlos Fragen stellen - besonders, wenn man sich die Antworten mit etwas Nachdenken selbst geben könnte. Warum die Kühe eigentlich Schellen um den Hals tragen, fragte ein Wanderer den Hirten: “Drmit se beim Freasse it einschloaffet!”, kam es postwendend zurück.

Luftkurorte

Im Allgäu sind praktisch alle Orte anerkannte Luftkurorte - bis auf einige, die aber, gottseidank, von Luftkurorten umgeben sind. Es liegt also der Verdacht nahe, dass die gesunde Luft von nebenan sicher auch noch dort wirkt.

Mädelegabel

a) Traditionelles Eßbesteck für Jungfrauen.
b) 2645 Meter hoher “Edelberg” hoch über dem Stillachtal.

Nebelhorn

Der Oberstdorfer Hausberg trägt einen Namen, der es vielen Gästen aus dem meerumspülten Norden leichter macht, sich heimisch zu fühlen.

Oberstdorfer

Nicht immer sind sich  alle Allgäuer so grün, wie  es den Anschein hat. So ist eine beliebte Frage im Hindelanger Tal: “Warum sagt man zu unserem Herrgott immer du?” Und die Antwort deutet auf eine alte Rivalität hin: “Damit d’ Oberstdorfer auch mit ihm reden können!”

Rindviecher

Fragt man einen Allgäuer Bauern, wieviele Rindviecher er in seinem Programm “Urlaub auf dem Bauernhof” anzubieten habe, kann es schon passieren, dass er zurückfragt: “Vor d’Gäscht kommen oder wenn’s scho do sind?”

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